Der Titel ist natürlich bewusst reißerisch gewählt. Zunächst hoffe ich damit einige Sympathiepunkte über die Mitleidsmasche einzuheimsen und zum anderen möchte ich Euch natürlich mit der phänomenalen Diskrepanz zwischen der so geschürten Erwartungshaltung einerseits und den nachgerade heroischen Ergebnissen meiner ersten Trainingswoche andererseits verblüffen. Tatsächlich fühle ich mich nicht sonderlich alt. Weder physisch noch intellektuell oder emotional. Was den letzten Punkt betrifft, so konnte ich mich heute im Sportgeschäft meines Vertrauens für einen kleinen gelben Gummiball begeistern, was nahelegt, dass ich in dieser Hinsicht gelegentlich in die Altersklasse von 5-8 Jahren falle. Wie meinte die Verkäuferin? „Männer...“. Ich lass das mal so stehen. Widerstand ist zwecklos.

Zurück zum Thema: Tatsächlich habe ich die vollen sechs Trainingstage im Wechsel zwischen Kraft- und Konditionstraining recht schadlos überstanden. Gut, das Erwachen an Tag drei war von einer gehörigen Portion Muskelkater begleitet und es besteht die Möglichkeit, dass ich mich wie eine Kegelrobbe aus dem Bett rollen musste, aber das sind belanglose Details. Das wichtigste: Es hat Spaß gemacht! Echt jetzt!


Die Erkenntnis der Woche ist, dass vergangenes Training nicht spurlos verschwindet. Der Körper scheint sich recht schnell daran zu erinnern, dass da doch mal was anderes war, als unbewegt vor dem Rechner sitzen. Das macht Hoffnung...

Wie geht es also weiter? Mein Krafttraining werde ich weiter als isokinetisches Training durchführen. Der Reiz ist hoch und trifft die jeweiligen Muskelgruppen (dem Schmerz nach zu urteilen) recht umfassend. Jede Übung, die dir im dritten Satz die Tränen in die Augen drückt, muss einfach funktionieren. Ingesamt lassen sich so alle Muskelgruppen je drei Mal die Woche trainieren. Aua!

Beim Laufen habe ich diese Woche relativ unproblematisch die Gesamtzeiten 30min-40min-30min (jeweils im Wechsel 2:1 Laufen und Gehen) durchgehalten. Für den Anfang hat mich das echt überrascht. Ich werde zunächst an dieser Gesamtdauer festhalten und die Laufintervalle verlängern, bis 30 min Joggen (ohne Gehen) am Stück wieder ohne größere Probleme möglich sind. Dann werde ich sukzessive Steigungen einbauen und irgendwann das Trainingsziel von Zeit auf zurückgelegte Strecke umstellen. Das hat sich früher als funktional erwiesen und sollte nach wie vor klappen.


Insgesamt bin ich guter Dinge, recht schnell die gröbsten Defizite beseitigen zu können. Warten wir mal auf den ersten Tag, an dem mir das Training tierisch auf die... naja.