Ja, ich geb's zu: jünger werde ich auch nicht. Das ist aber, wenn man ehrlich ist (und das kann man zumindest sich selbst gegenüber ab und an sein), nicht das wirkliche Problem. Das besteht eher in der Tatsache, dass ich in der letzten Zeit viel zu viel vor dem Rechner sitze. Nun gut, die Arbeit macht sich ja auch nicht von alleine, aber etwas mehr Achtsamkeit hätte man schon walten lassen können. (Das Wörtchen "man" steht hier übrigens eigentlich für "ich" - aber das nur so am Rande).

Manchmal braucht es wohl ein konkretes Erlebnis, um zu realisieren, wie sehr man bei einem derartigen Lebensstil abbaut. Meines war eine Wanderung mit einem kleinen Anstieg. Nix wildes. Aber mein kardiovaskuläres System war in diesem Punkt mit einem Puls von 189 bpm offenbar anderer Ansicht. Jedenfalls bin ich zutiefst vor mir selbst erschrocken und mein Selbstbewusstsein hat einen (offenbar notwendigen) Dämpfer erhalten, der zu der Entscheidung geführt hat, meinen Hintern wieder vorsätzlich und regelmäßig Gassi zu führen. Nicht zuletzt, weil ich in meinem momentanen Zustand meine geliebten alpinen Touren sowas von vergessen kann...

Die erste Amtshandlung bestand also in der Anfertigung eines Trainingsplans (vor dem Rechner). Erfahrung hab ich, war ja früher in Sachen Training recht fanatisch unterwegs. Jetzt geht es an die Umsetzung. Das ist doof. Geht ja nicht vor dem Rechner. Ich bin gespannt, wie sich die Sache entwickelt.